Französische Taucher haben vor der Küste Nord-Sulawesi eine Begegnung gemacht, die eher in ein Paläontologie-Lehrbuch gehört als in ein gewöhnliches Tauchlogbuch. In rund 40 Metern Tiefe entdeckten sie einen Quastenflosser – einen der berühmtesten Vertreter der sogenannten lebenden Fossilien.
Ein Schatten aus der Urzeit
Was die Taucher sahen, war ein Fisch mit einem Erscheinungsbild, das mehr an ein Museumsexponat als an ein modernes Meereswesen erinnert. Seine dicken, lappenartigen Flossen und die besonderen Schuppen lassen ihn fast so wirken, als ob er geradewegs aus dem Erdzeitalter der Dinosaurier in die Gegenwart geschwommen wäre.
Warum der Begriff „lebendes Fossil“ verwendet wird
Der Ausdruck „lebendes Fossil“ beschreibt heute eine Art, die äußerlich stark den Fossilien ähnelt, die aus längst vergangenen Erdzeitaltern bekannt sind. Solche Arten haben über millionen Jahre kaum sichtbare Veränderungen in ihrer Form durchlaufen – zumindest im Vergleich zu anderen Lebewesen.
Bei Quastenflossern ist das besonders auffällig: Ihre Vorfahren schwammen bereits durch die Meere, bevor erste Wälder an Land entstanden, und diese Linie lässt sich über ungefähr 400 Millionen Jahre zurückverfolgen.
Ein Begriff mit Erklärung
Der Name „lebendes Fossil“ klingt, als sei ein Organismus seit der Urzeit unverändert stehen geblieben. In Wirklichkeit ist das nicht komplett korrekt: Auch diese Arten haben sich weiterentwickelt, nur blieb ihr äußeres Erscheinungsbild vergleichsweise stabil.
Deshalb sprechen Forscher heute von evolutionärer Stabilität über sehr lange Zeiträume, statt von einem vollständigen Stillstand der Entwicklung.
Die Bedeutung der Sichtung
Für die Taucher war es nicht nur ein seltenes Erlebnis, sondern auch ein Fenster in die Entwicklungsgeschichte des Lebens. Durch die Aufnahme des Coelacanth konnte ein Moment eingefangen werden, in dem Gegenwart und ursprüngliche Lebensformen miteinander „verbunden“ erscheinen.
Solche Begegnungen zeigen, wie sehr frühe Linien des Lebens noch heute existieren und wie empfindlich sie gegenüber Veränderungen in ihrem Lebensraum sind.
Fazit: Ein Blick in die Erdgeschichte
Ein Quastenflosser gilt als eines der beeindruckendsten Beispiele für eine Art, die der Wissenschaft wertvolle Einblicke gibt in die Vergangenheit unseres Planeten. Sein Erscheinen vor den französischen Tauchern ist ein eindrucksvolles Symbol dafür, wie viel Geschichte noch heute unter der Oberfläche unseres Meeres verborgen liegt.